FIS Herbst-Sitzung: Werden Skiathlon und Klassik-Sprint abgeschafft?

Skiwechsel im Skiathlon der Damen bei Olympia 2014 in Sochi © NordicFocus

Vergangene Woche fand in Zürich die Herbst-Sitzung der unterschiedlichen FIS-Komitees statt. Dabei wurde viel über die Zukunft des Skilanglauf diskutiert und kleinere Änderungen beschlossen.

Große Änderungen im Gespräch

Es ist schon fast eine Neuerfindung des Skilanglaufs die sich da anbahnt. Nachdem es bereits zu dieser Saison viele negative Stimmen gab, weil der Weltcup-Kalender keine Staffel, nur einen Skiathlon und einen Teamsprint, sowie fast nur Sprints und 10/15km Rennen beinhaltet, könnte es vor der Saison 2018/2019 zu revolutionsartigen Zuständen kommen. In Zürich wurde nämlich über die Abschaffung des Skiathlons und des Klassik-Sprints diskutiert. Anstelle des Skiathlons soll ein 30 beziehungsweise 15 Kilometer Jagdrennen treten, das auf Basis eines Einzelstarts über 15 beziehungsweise zehn Kilometer vom Vortag durchgeführt wird. Bei Sprintrennen könnte es künftig nur noch eine Stilart, nämlich Skating geben. Eine dritte Änderung beträfe den Teamsprint. Dieser würde dann als Mixed-Rennen ausgetragen, also mit einer Athletin und einem Athleten im Team. Ob es soweit kommt, wird sich beim FIS-Kongress im Frühjahr 2018 zeigen. Dann sollen konkrete Beschlüsse gefasst werden. Wir bleiben an der Sache dran und werden in Kürze ein Interview mit FIS-Renndirektor Pierre Mignerey veröffentlichen, in dem wir ihn zu den möglichen Änderungen befragt haben.  

Kleine Änderungen beschlossen

Der Weltcup-Kalender wurde derweil mit einer kleinen Ausnahme bestätigt. Beim Weltcup in Toblach kurz vor Weihnachten wurden die Stilarten getauscht. Das Einzelrennen wird nun im freien Stil ausgetragen, der Jagdstart in klassischer Technik. Eine entscheidende Änderung gab es bei der Verteilung des Preisgeldes. Dieses bleibt in seiner Gesamtsumme gleich, wird aber jetzt an die besten 20 Athleten bei Weltcuprennen verteilt. Der Vorschlag hierzu kam von den Athleten selbst und wurde nun vom Subkomitee für Weltcup und Continental Cup beschlossen. Eine weitere Änderung gibt es bei der Verteilung der Bonussekunden nach Sprints bei der Tour de Ski. Um die Leistungen der Finalteilnehmer besser zu würdigen, hat man das System angepasst. Der Sieger erhält weiterhin 60 Sekunden, aber der Sprung zwischen Platz sechs (42 Sekunden) und sieben (32 Sekunden) beträgt nun zehn anstelle von acht Sekunden sowie 32 anstelle von 24 Sekunden zwischen Rang sechs und 13 (zehn Sekunden). 

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