Langläufer und Nordische Kombinierer zu Gast in Lillehammer

Janosch Brugger (GER), Florian Notz (GER), Jens Burman (SWE), (l-r) © Modica/NordicFocus

Nach jeweils drei Wettkämpfen beim Weltcup Auftakt in Ruka für Langläufer und Nordische Kombinierer reisten die Athleten beider Sportarten weiter ins norwegische Lillehammer, wo jeweils ein Einzel- und ein Teamwettkampf auf dem Programm stehen. Dort treffen sie auch auf die Skispringerinnen, um das nordische Wochenende fast komplett zu machen.

Olympiaschanze und Olympische Strecken im Birkebeiner Skistadion

Nach der gemeinsamen Weiterreise der Langläufer und Kombinierer von Kuusamo nach Norwegen werden die nächsten Wettkämpfe in Lillehammer ausgetragen. Lillehammer liegt im Osten Norwegens, etwa 180 Kilometer nördlich von Oslo am Mjøsa-See, und hat etwa 26.800 Einwohner. Lillehammer kombiniert Tradition und Moderne und ist eine bekannte Tourismusregion mit 800.000 Gäste-Übernachtungen pro Jahr. Die Gegend ist ein Paradies für Langläufer, aber auch Skispringer und Alpine fühlen sich in der Region sehr wohl. Wie in Ruka treffen sich nun auch in Lillehammer wieder Langläufer und Nordische Kombinierer, zusätzlich haben auch die Skispringerinnen ihren Weltcup-Auftakt. Die Strecken im Birkebeineren Langlauf-Stadion sind sehr selektiv, es gibt viele schwere Anstiege und ebenso schnelle Abfahrten. Das Birkebeinerenstadion wurde wie auch der inzwischen umgebaute Lysgårdsbakken für die Olympischen Spiele 1994 erbaut und liegt drei Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums. Durch die Konzeption von zwei getrennten Stadionbereichen wurde es ermöglicht, sowohl die Langlaufwettbewerbe als auch die Konkurrenzen im Biathlon dort auszutragen.

Langlauf: Zwei Wettkämpfe bei perfekten Bedingungen

Während bei den Kombinierern ein Einzel- und ein Teamwettkampf ausgetragen werden, steht das Wochenende der Langläufer ganz im Zeichen der Distanzläufer, die fast unter sich sind. Ein Skiathlon und eine Staffel versprechen in Lillehammer spannende Wettkämpfe. Nur Didrik Tønseth, der nach Lissabon reist, um dort am Sonntag an der Cross-EM teilzunehmen, und (wie bekannt) Ingvild Flugstad Østberg fehlen. Tønseths Leistungen in Ruka waren laut Aussage des Trainers gut genug, um aktuell zur Tour de Ski nominiert zu werden, so dass sich Tønseth für einen Start in Portugal entschied. Das Wetter verspricht angenehmer zu werden als noch im nordfinnischen Ruka, wo zweistellige Minusgrade und eisiger Wind herrschten. In Lillehammer verspricht der Wetterbericht an beiden Wettkampftagen Temperaturen knapp unter Null und einen Sonne-Wolken-Mix. Bei der Schneekontrolle Ende letzter Woche sprach Kontrolleur Terje Lund von großen Mengen Schnee, die zur Verfügung stünden, um die Strecke fertigzustellen. Die Schneelage sei so gut, dass das im letzten Winter angelegte und mit etwa 10.000 m³ Schnee gefüllte Depot gar nicht benutzt werden müsse. 

Nordische Kombination: Heimspiel für die starken Norweger

Für die internationale Konkurrenz der nordischen Kombinierer wird es vor allem daran gehen, einen Weg an der starken Heimmannschaft vorbei zu finden. Acht von neun Podestplätzen haben die Skandinavier in Ruka belegt, und wenn es nach ihnen geht, soll das so bleiben: „Wir freuen uns auf das Heimspiel und haben hohe Erwartungen. Beim Trainingslager hatten wir ein hohes Leistungslevel. Wir wissen aber auch, dass unsere Konkurrenz besser vorbereitet sein wird,“ blickt Jarl Riiber voraus. Wie erklärt er sich die norwegische Dominanz zum Auftakt? „Wir hatten in Norwegen schon früh gute Bedingungen und daher mehr Training auf Schnee als die Konkurenz.“ Mit der Erfahrung aus Ruka haben nun auch die anderen Teams mehr Flug- und Langlaufmeter gesammelt und dürften näher heranrücken. Johannes Rydzek beispielsweise, für den es auf der Schanze in Ruka noch nicht rund lief, will weiter hochkonzentriert an seiner Sprungform arbeiten. Er weiß, dass er durch die Verletzungspause im Sommer noch Trainingsrückstand hat, den er aber sukzessive aufholen wird. Gespannt sein darf man, wen die Trainer für den Teamwettkampf nominieren werden. „Das wird für unsere Coaches nicht einfach, die besten vier auszuwählen,“ grinste Riiber bereits in Ruka.

 

Wie designt man eine Rennstrecke? Beispiel: Lillehammer

Behind the Scenes – setting up a race course

How does one decide on where to build a World Cup race track? We have looked "Behind the Scenes" of the Lillehammer tracks!

Gepostet von FIS Cross-Country Skiing am Dienstag, 4. Dezember 2018

 

 Alles live auf Eurosport

Wintersport live gibt es auch an diesem Wochenende wieder in kompletter Länge bei Eurosport – sowohl Skilanglauf als auch Nordische Kombination. Bei den Öffentlich-Rechtlichen sieht das wieder ganz anders aus: Am Samstag fasst das ZDF beide Langlaufrennen in insgesamt fünf Minuten zusammen. Dafür gibt es am Sonntag erstaunlich viel Sendezeit im Öffentlich-Rechtlichen: Bei den Damen ist ein etwas späterer Einstieg geplant, die Herren gibt es sogar komplett live im ZDF. Bei der Nordischen Kombination spart man sich wie meistens die Komplett-Übertragung des Springens, den Lauf gibt es dann jeweils live. Für unterwegs bietet sich wie gewohnt der Eurosport Player mit Live-Übertragungen aller Wettkämpfe an.

Lillehammer 2019

Den Wettkampfplan der Langläufer findet ihr HIER

Die Übersicht der Nordischen Kombinierer findet ihr HIER