Langlauf Weltcup Lahti: Elf deutsche Langläufer in Finnland am Start

Victoria Carl (GER) beim Langlauf Weltcup in Lahti (FIN) © Modica/NordicFocus

In Vorbereitung auf die Nordische Ski WM im heimischen Oberstdorf nehmen fünf Damen und sechs Herren des Deutschen Skiverbandes bei Skiathlon und Staffel beim Langlauf Weltcup in Lahti teil. Anders als ursprünglich geplant wird es nur eine deutsche Staffel pro Geschlecht geben.

Victoria Carl wieder dabei

Beim Langlauf Weltcup in Lahti kehrt Victoria Carl nach ihren Bänderrissen ins Team zurück, auch wenn noch etwas dir Kraft fehlt und sie weiterhin mit einem Physiotherapeuten arbeitet. „Ich hoffe, dass mir der Wiedereinstieg in die Weltcups gut gelingt. Ich bin aber optimistisch. Voraussichtlich werde ich in der Staffel starten und möchte unser Team dann würdig vertreten. Die Vorfreude auf den Weltcup ist riesig. Vor allem freue ich mich auch darauf, wieder mit dem Team zusammen unterwegs zu sein“, so Victoria Carl. Insgesamt sind die Wettkämpfe in Lahti und Schweden für das deutsche Team wichtig, damit alle Athleten bis zur WM noch ihre Form finden. Das Team legte zuletzt noch einen weiteren Trainingsblock auf den WM-Strecken in Oberstdorf ein und selbstverständlich ist alles auf die Heim-WM ausgerichtet – wenn auch ohne Heimpublikum. „Die anstehenden Wettkämpfe in Skandinavien werde ich aus dem Training heraus bestreiten“, erklärte Katharina Hennig vor dem Lahti Weltcup. „Die aktuelle Trainingsphase geht im Grunde genommen bis kurz vor die WM. Es gilt jetzt, nochmal einen Grundstock zu legen für den Formaufbau für die Weltmeisterschaften. Deswegen steht intensives Training vor den Weltcups in Skandinavien an.“

Das DSV Team im Überblick

– Victoria Carl (SC Motor Zella-Mehlis)
– Pia Fink (SV Bremelau)
– Laura Gimmler (SC 1906 Oberstdorf)
– Katharina Hennig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
– Julia Preußger (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)

– Lucas Bögl (SC Gaißach)
– Janosch Brugger (WSG Schluchsee)
– Jonas Dobler (SC Traunstein e.V.)
– Andreas Katz (SV Baiersbronn)
– Florian Notz (TSV/SZ Böhringen Römerstein)
– Friedrich Moch (WSV Isny)

 

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Posted by DSV Nordisch on Wednesday, January 20, 2021

Peter Schlickenrieder, Teamchef

„Bei der Tour de Ski haben wir eine deutliche Aufwärtstendenz gesehen. Mit dem zweiten Platz von Katharina Hennig als i-Tüpferlchen. Wichtig ist es jetzt, die Athletinnen und Athleten, die noch nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen konnten, besser in die Spur zu bekommen. Wir hatten zuletzt nochmal eine gute Trainingsphase in Oberstdorf eingelegt.

Die Athletinnen und Athleten, die nicht bei der Tour de Ski dabei waren oder nach den ersten drei Etappen ausgestiegen sind, haben die Chance genutzt, in Oberstdorf auf den WM-Strecken zu trainieren. In intensiven Einheiten konnten sie einen weiteren Schritt in Richtung Heim-WM machen. Und das bei gewaltigem Schneefall. Es war sehr eindrucksvoll, wie vier Pistenbullys im Stundentakt die Loipe präparierten, um optimale Bedingungen zu schaffen. Das war nicht einfach bei etwa eineinhalb Metern Neuschnee. Oberstdorf ist mehr als bereit für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften.

Die WM rückt näher. Die anstehenden Weltcups sind sehr wichtig. Zum einen, um individuell weitere Schritte nach vorne zu machen. Zum anderen, um Formate wie die Staffel oder den Teamsprint in Ulricehamn zu testen. Die einzige Staffel in diesem Jahr vor den Weltmeisterschaften steht jetzt in Lahti an. Wir werden dort anders als ursprünglich geplant nicht mit zwei Staffeln am Start stehen. Wichtig ist uns vielmehr, dass jede Athletin und jeder Athlet über die anstehenden Weltcups weiter besser in Form kommt. Wir haben in der vergangenen Woche in Oberstdorf gute Entwicklungen gesehen. In diese Richtung sollte es weitergehen, um die Zeit bis zur WM bestmöglich nutzen zu können.“

Victoria Carl

„Mir geht’s aktuell sehr gut. Natürlich fehlt noch etwas die Kraft, und die Verletzung arbeitet nach intensiven Einheiten noch nach. Daran arbeite ich weiterhin mit den Physiotherapeuten. Im MRT haben wir aber gesehen, dass die Bänderrisse sehr gut verheilt sind.

Ich hoffe, dass mir der Wiedereinstieg in die Weltcups gut gelingt. Ich bin aber optimistisch. Voraussichtlich werde ich in der Staffel starten und möchte unser Team dann würdig vertreten. Die Vorfreude auf den Weltcup ist riesig. Vor allem freue ich mich auch darauf, wieder mit dem Team zusammen unterwegs zu sein. Darauf freue ich mich sehr! Einfach mal wieder Weltcup-Luft zu schnuppern und hoffentlich zu sehen, dass sich die harte Arbeit jetzt gelohnt hat. Das wird mir jetzt sehr gut tun!“

Katharina Hennig

„Wir sind am Sonntag nach der Tour zurück ins Allgäu gefahren. Dann habe ich erstmal vier Tage lang richtig entspannt. Ich war auch mal beim Schlitten fahren, beim Spazieren. Da lief sportlich gesehen erstmal nicht so viel, um wieder Energie zu tanken und die Speicher aufzufüllen. Ab Samstag ging es dann mit dem Training wieder los. Erst ganz locker, ab Anfang der Woche dann wieder intensiv. Schritt für Schritt gehe ich zurück in die Belastung, um am Wochenende fit zu sein für die nächsten Weltcups.

Die Rennen bei der Tour de Ski haben mich sehr motiviert. Es war für mich vor allem wichtig zu sehen, dass mein Plan wieder aufgegangen ist und ich nach Weihnachten in Form gekommen bin. Jetzt ist es das Ziel, diese Form bis zur WM zu halten und zu entwickeln.

Die anstehenden Wettkämpfe in Skandinavien werde ich aus dem Training heraus bestreiten. Die aktuelle Trainingsphase geht im Grunde genommen bis kurz vor die WM. Es gilt jetzt, nochmal einen Grundstock zu legen für den Formaufbau für die Weltmeisterschaften. Deswegen steht intensives Training vor den Weltcups in Skandinavien an.“

Lucas Bögl

„Ich habe mich daheim von der Tour de Ski erholt und konnte die guten Schneeverhältnisse hier nutzen. Es ist eigentlich schade, dass die Zeit daheim – vor allem, wenn die Bedingungen so gut sind – so schnell vergeht. Jetzt steht ja schon wieder der nächste Zehn-Tage-Block an.

Jeder Weltcup ist wichtig, in jedem Weltcup will man sich zeigen. Natürlich fokussieren wir uns auf manche Weltcups mehr als auf andere. Die Wettkämpfe in Skandinavien sind auch ein Teil des Formaufbaus für die WM, aber wir wollen natürlich auch jetzt schon Leistung bringen. Schließlich ist es die Weltcup-Bühne! Schauen wir mal, wie das nach der Tour jetzt schon wieder funktioniert. Es ist schwer abzuschätzen, wie gut man sich tatsächlich schon erholen konnte.

Die Staffel vor der WM ist immer eine gute Möglichkeit, verschiedene Dinge und Positionen auszuprobieren. Aber bis zur WM ist es noch eine Weile hin. Da kommt es dann auch auf die Form an, und die WM-Staffel-Aufstellung wird mit Sicherheit erst bei der WM entschieden.“