Skilanglauf Kurznews: Sundby verletzt, Johaug wartet weiter auf Urteil

Martin Johnsrud Sundby (NOR) © NordicFocus

Aus Norwegen erreichen uns derzeit keine guten Meldungen. Martin Johnsrud Sundby hat sich beim Skirollern verletzt und Therese Johaug muss weiterhin auf ihr Urteil warten. Zudem wollen einige Norwegerinnen auf die Tour de Ski verzichten. 

Sturz beim Skirollern

Der dreimalige Gesamtweltcupsieger Martin Johnsrud Sundby hat sich am Montag beim Skirollern verletzt. Er stürzte bei hoher Geschwindigkeit und zog sich eine Verletzung an der hinteren Oberschenkelmuskulatur zu. Auf Sundby kommen nun wohl ein paar Wochen Rehabilitation zu. Deswegen wird er diese Woche auch nicht wie geplant an den Skirollerrennen in Hamar und Trysil teilnehmen, wo er unter anderem auf Petter Northug getroffen wäre. „Das ist unerfreulich in einer wichtigen Vorbereitungsperiode auf die Skisaison, aber mit ein bisschen Geduld wird hoffentlich wieder alles gut“, so Sundby in einer Pressemeldung des norwegischen Skiverbandes.

Noch kein Urteil

Zwei Monate ist es nun her, dass vor dem internationalen Sportgerichtshof (CAS) die Anhörung von Therese Johaug zu ihrem Dopingvergehen im vergangenen Jahr stattgefunden hat. Eigentlich sollte das Urteil längst vorliegen, aber die Richter haben sich mehr Zeit erbeten. Das Urteil soll nun frühestens am 18. August feststehen. Für den schwedischen Dopingexperten Åke Andrén-Sandberg ist dadurch klar: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auf mehr Fakten warten. Es zeigt, dass man nicht weiß, wie man mit der Sache umgehen soll.“ Das Urteil schafft nämlich einen Präzedenzfall, auf den sich spätere Dopingsünder berufen könnten. Wenn man Johaug also zugestünde, dass ihr Fall nicht so schlimm sei und die Strafe abmildert, dann könnte dies weitreichende Folgen bei ähnlichen, aber auch schwereren Dopingvergehen haben. Für die 29-jährige Ausnahmeathletin zählt nach ihrem positiven Test auf Clostebol dagegen nur eines: Die Strafe darf nicht höher als 15 Monate Sperre ausfallen. Sonst fänden die Olympischen Spiele 2018 ohne sie statt.

Keine Tour für Bjoergen und Falla

Die Tour de Ski sorgt wieder einmal für Aufregung im norwegischen Damenteam. Während Marit Bjoergen und Maiken Caspersen Falla ihre Teilnahme bereits ausgeschlossen haben, werden sie Astrid Jacobsen und Heidi Weng wohl nicht beenden. „Ich denke nicht wirklich daran, die Tour de Ski zu beenden“, so Jacobsen gegenüber dem norwegischen Fernsehsender NRK. Ginge es nach ihr, würde sie gar nicht erst starten. „Ich möchte absagen, aber ich denke, dass ich starten muss, weil es ein wichtiges Qualifikationsrennen ist.“ Sollte sie sich also nicht bereits vor Weihnachten für die Olympischen Spiele qualifiziert haben, muss sie wohl die zusätzliche Belastung auf sich nehmen. Heidi Weng hat derweil angekündigt, dass sie nicht alle Etappen bestreiten will, sofern sie in guter Form ist. Kräfte zu sparen scheint für all diejenigen sinnvoll, die sich bei den Olympischen Spielen in Pyeonchang etwas ausrechnen, denn lediglich ein Monat liegt zwischen dem Ende der Tour de Ski und dem ersten Wettbewerb in Südkorea.

Quelle: nrk.no

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