Langlauf Weltcup Falun: Linn Svahn und Pål Golberg triumphieren im Klassiksprint

Linn Svahn (SWE), Jonna Sundling (SWE), (l-r) © Modica/NordicFocus

Linn Svahn und Pål Golberg heißen die Sieger im ungewöhnlich schneelosen Falun vor Natalia Nepryaeva und Jonna Sundling sowie Erik Valnes und Alexander Bolshunov. Laurien van der Graaff und Jovian Hediger als einzige Schweizer enttäuschten.

Sieben Damen im Finale

Natalia Nepryaeva (RUS), Linn Svahn (SWE), Jonna Sundling (SWE), (l-r) © Modica/NordicFocus

Schon im Prolog zeichnete sich wieder eine schwedische Dominanz mit sieben Schwedinnen in den Top10 ab, während die Norwegerinnen geballt nur das Mittelfeld einnahmen. Im Finale waren dann aber nur noch zwei von ihnen vertreten – und fünf andere Sportlerinnen. Denn im Finale waren ausnahmsweise sieben Damen dabei, weil Sophie Caldwell und Astrid Uhrenholdt Jacobsen im Kampf um Platz zwei absolut gleichzeitig die Ziellinie überquert hatten. Nach langer Wartezeit durch ausgiebige Auswertung des Zielfotos erfuhren sie schließlich, dass nicht nur eine von ihnen, sondern beide im Finale starten dürfen. Maiken Caspersen Falla, die sich während des gesamten Tages schwer tat, musste als zweiter Lucky Loser aus zweiter Reihe starten. Vorn machten erwartungsgemäß wieder die Schwedinnen Jonna Sundling und Linn Svahn das Tempo gefolgt von der Sprintbesten Anamarija Lampic, die heute nicht so frisch wirkte, nachdem sie am letzten Wochenende den Sprint der slowenischen Meisterschaften wegen Rückenschmerzen ausgelassen hatte. Mit einer Attacke vor der letzten Brücke kurz vor dem Ziel schob sich Natalia Nepryaeva vor der letzten Kurve auf Platz zwei, so dass die drei Athletinnen Seite an Seite in den Zielsprint gingen. Auf der leicht ansteigenden Zielgeraden erwies sich die 20-jährige Linn Svahn als die Stärkste und feierte ihren dritten Weltcupsieg – den ersten in einem Klassiksprint nach Platz fünf in Oberstdorf. „Das ist fantastisch. Ich wollte unbedingt gewinnen. Auf den letzten Metern habe ich es dann ja geschafft. Unterwegs lag ich etwas hinter Jonna, aber ich freue mich, dass ich hier zu Hause gewonnen habe“, meinte die Östersunderin zu ihrem ersten Erfolg auf schwedischem Boden. Der neue Sprintstar war vor vier Jahren mit ihrer gesamten Familie in die Biathlon-Hochburg gezogen, nachdem sie vorher in der 300 Kilometer nordöstlich gelegenen Kleinstadt Lycksele aufs Skigymnasium gegangen war. Natalia Nepryaeva konnte der jungen Schwedin ihren dritten Saisonsieg nicht entreißen und selbst den zweiten Klassiksprint in Serie gewinnen, wurde aber immerhin Zweite vor Jonna Sundling, die ihr zweites Podium in einem Klassiksprint holte. „Ich bin sehr zufrieden, bisher hatte ich in Falun keine so guten Ergebnisse: Vor zwei Jahren wurde ich disqualifiziert, letztes Jahr war ich krank und konnte nicht antreten, so dass ich nun sehr froh bin, dass ich mich so steigern konnte auf dieser legendären Strecke“, freute sich die Russin. Anamarija Lampic musste sich mit dem vierten Platz begnügen vor Maiken Caspersen Falla. Astrid Uhrenholdt Jacobsen und Sophie Caldwell liefen den ersten Fünf seit dem Anstieg hinterher und belegten die Plätze sechs und sieben. Heidi Weng und Therese Johaug übten in Falun schon einmal für die Sprints bei der Ski Tour und belegten die Plätze acht und zehn.

Golberg holt fünften Sieg

Paal Golberg (NOR), Erik Valnes (NOR), (l-r) © Modica/NordicFocus

Im Finale der Herren bildete Norwegen mit drei Athleten die Mehrheit, nachdem im Halbfinale der zuvor sehr dominante Johan Häggström die Segel streichen musste. Skatingspezialist Federico Pellegrino und vor allem Alexander Bolshunov versuchten den norwegischen Dreifachsieg auch in Abwesenheit des verletzten Johannes Høsflot Klæbo zu verhindern. Der Russe bestimmte von Anfang an das Tempo, wie er es schon in den Heats zuvor getan hatte. Zunächst hielt Pellegrino die zweite Position, kurz vor Ende des zweiten Anstiegs schob sich aber Erik Valnes auf die zweite Stelle. Im Stadion übernahm Pål Golberg die Führung von Bolshunov und war auf der Zielgeraden nicht mehr einzuholen. Für ihn war es der fünfte Sieg seiner Karriere, der vierte in einem Sprint. „Ich hatte ein gutes Gefühl, aber ich hatte ein schweres Halbfinale in den Beinen. So dachte ich, dass auch das Finale hart werden würde und ich versuchte einfach, an Bolshunov dranzubleiben. Am Ende hatte ich noch etwas mehr Kraft“, freute sich Golberg. Erik Valnes wurde Zweiter vor Bolshunov, der im Windschatten nur den dritten Platz absicherte. „Ich bin nicht so zufrieden mit dem Ergebnis, ich hatte mehr von mir gewartet. Irgendwas hat heute nicht geklappt, ich konnte keine Geschwindigkeit aufnehmen und mich nicht von den anderen absetzen“, meinte der Russe. Valnes war aber auch mehr als zufrieden: „Ich bin überglücklich, das ist mein bestes Weltcupresultat. Ich dachte, im Finale würde ich Letzter werden, weil Bolshunovs Tempo sehr hoch war und meine Beine da nicht mitspielten.“Federico Pellegrino verpasste das Podium. Håvard Solås Taugbøl erreichte die deutlichem Rückstand als Fünfter das Ziel, noch früher hatte der Schwede Teodor Peterson den Anschluss verloren. Der sechste Platz bedeutete aber die erste Finalteilnahme seit zwei Jahren.

Keine Chance für Van der Graaff und Hediger

Laurien Van Der Graaf (SUI) © Modica/NordicFocus

Ohne Starter aus Deutschland und Österreich waren die beiden Schweizer Laurien van der Graaff und Jovian Hediger die einzigen deutschsprachigen Athleten in Falun – viele Sportler, darunter auch Nadine Fähndrich, reisen erst zur nächste Woche beginnenden Ski Tour nach Schweden. Für den Westschweizer Jovian Hediger war der Wettkampftag als 31. des Prologs schon überraschend früh beendet, wegen einer Disqualifikation (zweite gelbe Karte durch Fehlstart von Tefre) erhielt er aber noch einen Weltcuppunkt. Laurien van der Graaff qualifizierte sich als 21. und reihte sich nach dem Start vorne ein. Sobald es aber nach dem Stadion leicht aufwärts ging, fiel sie innerhalb der Gruppe zurück. Oben am Anstieg hatten sich drei Läuferinnen abgesetzt, für die Davoserin blieb nicht mehr als Platz fünf beziehungsweise insgesamt Rang 22.

 

 

=> Ergebnis Sprint KT Damen
=> Ergebnis Sprint KT Herren

 

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sometimes it‘s harder to say the truth, I guess everyone knows that. But when I decided to open myself and my life to the public on social media I promised myself to stay true and to show who I really am. That’s why I decided to tell you a little bit more about what was really happening the last few weeks .. after not finishing the tour the ski because of my health, I got really sick, I was tired all the time and it was even harder because I felt like I quit and didn’t reach my goal. Sometimes it wasn’t even able to get up from the couch, because I had no energy left. When I started training again it took a long time to feel normal again and even then it was still hard. When I competed at the WC in Oberstdorf I thought I am ready and that I was back with my energy, but racing is still different from training. Especially when you are competing in a worldcup you need to have 100 % energy and to be focused. That’s when I decided to take a step back, rest and get my energy back and especially my mental health to 100% again. I will skip the WC in falun and race at the COC in Tarvisio instead, before competing at the skitour 2020 in sweden again. I am feeling much better these days, especially because I allowed myself to be tired and even sad sometimes .. because that’s human! My best friend told me it’s okay to be tired, to stay in bed all day, or even to leave the laundry undone for days 😉😅 we are all human, don’t forget that! Be tired, be sad as long as you need to, but always remember there are so many people out there who love you and are always there for you! So speak to them and always stay true! Don’t be too proud to ask for help! It’s okay ❤️• • #myway #lu #teamuw #true #real #morehonesty ———————————— 📸 @modicavisual @nordicfocus #support #werbung @visitseefeld #olympiaregionseefeld @ganicwater #vitamine #oleovital #porscheleoben #zurich @atomicnordic #sheskis @loeffler_sportswear #loefflerathlete @austriacrosscountryteam #bmf #zoll

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