Engadin Skimarathon: Cologna und von Siebenthal sorgen für Schweizer Siege

Dario Cologna gewinnt den Engadin Skimarathon 2019 © swiss-image.ch

Zum Abschluss des Engadin Skimarathon Wochenendes holten sich Nathalie von Siebenthal und Dario Cologna den Sieg im Hauptlauf über 42 Kilometer. Zuvor hatten bereits die Sprinter und Nachtläufer ihre Sieger ermittelt.

Schnelles Rennen von Maloja nach S-chanf

Nathalie von Siebenthal (1., M, SUI) , Astrid Oyre Slind (2., L, NOR) und Britta Johansson Nordgren (3., R, SWE) © swiss-image.ch

Zum ersten Mal war der Engadin Skimarathon Teil der Ski Classics Serie und deren Pro-Läufer waren es auch, die das Tempo von Beginn an hochhielten. Im einzigen längeren Anstieg bei St. Moritz konnten sich acht Athleten absetzen. Petter Eliassen verlor auf den letzten Kilometern den Anschluss, die übrigen sieben Läufer blieben bis zur Zielgeraden zusammen. Am Ende nutzte Dario Cologna seine Erfahrung und Sprintfähigkeiten aus, um seinen insgesamt vierten Sieg beim Engadin Skimarathon in neuer Rekordzeit von 1:22:22 Stunden nach Hause zu laufen. Rang zwei ging an Jean Marc Gaillard (Frankreich). Dritter wurde der Norweger Anders Gloeersen. Der junge Schweizer Cedric Steiner kam auf einen guten fünften Platz. Bester Deutscher war DSV-Sprinter Richard Leupold auf Rang 53. Die Damen waren fünf Minuten vor den Herren auf die Strecke gegangen. Als die Männerspitze die Frauen passierte, konnte Nathalie von Siebenthal mit einer Gruppe mitgehen und sich so von ihren Konkurrentinnen absetzen. Am Ende gewann sie mit 59 Sekunden Vorsprung vor der Norwegerin Astrid Oeyre Slind. Britta Johansson-Norgren (Schweden) wurde Dritte. Beste Deutsche war Elisabeth Schicho auf Rang 17. Insgesamt haben erneut über 14.000 Starter das Rennen von Maloja nach S-chanf absolviert.

Meier und Bakkene schnellste Sprinter

Engadin Skimarathon Nachtsprint © swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

Zwei Tage vor dem Engadin Skimarathon messen sich die internationalen Sprinter traditionell bem Engadin Nachtsprint in St. Moritz. Vorjahressieger Even Northug hatte sich zum Ziel gesetzt, den Nachtsprint zum dritten Mal in Serie zu gewinnen. Der Sieg sollte aber an seinen norwegischen Landsmann Eivind Bakkene gehen: Dieser setzte sich in einem packenden Finale gegen die taktisch geschickt laufenden Franzosen Renaud Jay und Clement Arnault durch; für Northug blieb nur Rang vier. Pech hatte Janik Riebli aus der Schweiz: Er lag im Final in Führung, stürzte aber und hatte mit dem Ausgang nichts mehr zu tun. Bester Deutscher war Max Olex auf Rang fünf. Bei den Frauen bewies Alina Meier aus Davos das stärkste Kämpferinnenherz. Sie hatte sich schon im Halbfinale nach einem Stockbruch zurückkämpfen müssen und überspurtete auf den letzten 150 Metern des Endlaufs die bis dahin dominierende Norwegerin Anikken Gjerde Alnaes. Dritte wurde wie schon letztes Jahr Fabiana Wieser. Auf Rang vier kam mit Elisabeth Schicho die beste Deutsche ins Ziel. 

Vorjahressieger beim Nachtlauf erneut vorn

Die Bilder der Siegerehrungen hätten ähnlicher nicht sein können: Bei den Damen und bei den Herren verteidigten nicht nur die Sieger, sondern gleich auch die Zweiten ihre Vorjahresplatzierungen. Besonders bei den Herren war der erneute Triumph des Vorjahressiegers keine Selbstverständlichkeit: Mit Chris Andre Jespersen (Fünfter über 15km beim Weltcup in Davos) und Tore Björset Berdal (Sieger des Vasalaufs) hatten sich zwei ganz große Namen kurzfristig angemeldet. Dennoch konnten sich der Finne Varis und der Norweger Skinstad klar vom Feld absetzen; der Finne gewann am Ende nur um Haaresbreite. Wesentlich deutlicher war das Resultat bei den Frauen: Die Tschechin Klara Moravcova lief mehr als eine Minute Vorsprung auf die Russin Olga Nazarova heraus. Es mag die Streckenkenntnis gewesen sein, die den Ausschlag für die Podestplätze gab: Der Drittplatzierte Russe Valentin Devjatiarov war im Vorjahr Vierter gewesen und Fabia Damaso, der einzige Neuling bei den Besten, stammt aus Pontresina. Im Gegensatz zum Vorjahr fand der Lauf bei Schneefall statt: 849 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich in Sils auf den 17 Kilometer langen Lauf durch die Engadiner Nacht nach Pontresina gemacht – ein neuer Anmelderekord.

Alle Ergebnislisten findet ihr hier: Ergebnisse Engadin Skimarathon (Schweiz)

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