Schnell mal Kajaken: Das Nortik Scubi Lite im Test

Nortik Scubi Lite © Felgenhauer/xc-ski.de

Kajak-Training ist in den letzten Jahren zum festen Bestandteil des Sommertrainings von Skilangläufern geworden. Mit dem Nortik Scubi 1 haben wir bereits vor neun Jahren ein einfach zu transportierendes Hybrid-Kajak vorgestellt. Nun gibt es mit dem Scubi Lite eine neue Version, die wir für euch getestet haben.  

Das sagt der Hersteller

Nortik Scubi Lite © Felgenhauer/xc-ski.de

Das neue scubi Lite ist trotz minimalem Packmaß und Gewicht dennoch mit der erfolgreichen Hybridtechnologie der großen scubis ausgestattet! Es bringt gerade einmal 8,25 kg auf die Waage und spielt mit 320 cm Länge und dem Packmaß im Sporttaschenformat in der Klasse des bisherigen scubi 1. Allerdings übernimmt das scubi Lite die Hochdruckschläuche der XL-Serie der scubis. Die offene Struktur sorgt für einen noch schnelleren und einfacheren Aufbau. Das scubi Lite bietet dadurch auch deutlich mehr Platz im Innenraum, so dass sich auch große Paddler wohl fühlen. Die Fahreigenschaften überragen die des kleinen scubi 1 durch die deutlichere Kielstruktur in Zusammenspiel mit den seitlichen Hochdruckluftschläuchen. Im Vergleich zum scubi 1 XL ist es deutlich kompakter und wendiger. Allerdings bietet es nicht ganz die Fülle an Ausstattung und Zubehör wie der große Bruder. Optional erhältlich ist ein Verdeck in der Machart wie beim scubi 2/3, bei dem die Schürze gleich mit dabei ist. Selbstverständlich kann man auch die hohe Lehne und den Lukendeckel aus dem scubi-Zubehör einsetzen. Das scubi Lite ist ein hochmobiles Hybrid-Kajak für den Gelegenheitspaddler zum Einstiegspreis.

Das sagt die xc-ski.de Redaktion

Out of the box

Das Nortik Scubi Lite erreicht uns in einer kompakten Tragetasche (90x25x35 Zentimeter), in der auch das Verdeck mit Schürze und die Luftpumpe verstaut werden können. Diese lässt sich zudem mit den im Lieferumfang befindlichen Trägern schultern und bequem tragen.   

Im Praxiseinsatz

Nortik Scubi Lite © Felgenhauer/xc-ski.de

Bevor es mit dem Kajak auf das Wasser geht, muss es zunächst zusammengebaut werden. Anders als beim Scubi 1 sind im Scubi Lite die Luftschläuche bereits fest verbaut und müssen nicht mehr extra eingeführt werden. Das spart Zeit und eliminiert Fehlerquellen beim Aufbau. Auch der Sitz ist bereits integriert und verbleibt beim Abbau in der Bootshülle. Einzig das Kielgestände und die Spanten müssen eingesetzt werden. Dies gelingt beim ersten Mal anhand des detaillierten Aufbauplans ohne Probleme und dürfte spätestens beim zweiten oder dritten Mal ohne Anleitung möglich sein. Mithilfe des Kielgestänges erhält das Boot seine stabile Form und seine deutliche Kielstruktur für den Geradeauslauf. Sind alle Stangen und Spanten verbaut, müssen nur noch die beiden Hochdruckschläuche aufgepumpt werden. So ist das Scubi Lite bereits einsetzbar und bietet insbesondere großen Personen viel Platz und Beinfreiheit. Gegen Spritzwasser schützt das optional erhältliche Verdeckt, das einfach mittels Klettverschluss aufgebracht wird. Beim Verdeck inklusive ist eine Schürze, die an kalten und nassen Tagen am Körper anliegt und so jegliches Eindringen von Wasser verhindert. Ungefähr 15 Minuten habe ich für den Aufbau benötigt, beim nächsten Mal schaffe ich es sicher in zehn! Dann kann es losgehen und ich lasse das Scubi Lite zu Wasser. Der Einstieg gelingt wie beim Scubi 1 dank der stabilen Wasserlage ohne Kippen. Bereits die ersten Paddelschläge zeigen, dass es im Vergleich zum Vorgänger nichts an Spritzigkeit verloren hat und man weiterhin schnell unterwegs sein kann. Aufgrund der Breite und kurzen Länge hat es zwar etwas mehr Tiefgang als ein richtiges Rennkajak, dafür sind die Scubis aber deutlich wendiger. Das macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn man auf verwinkelten Flüssen und Fließen wie zum Beispiel im Spreewald unterwegs ist. Wer dagegen auf langen Geraden ohne Richtungsänderung paddelt, der sollte sich das Scubi Speed mal etwas genauer ansehen. Für mich ist das Scubi Lite dagegen bestens geeignet, um auf den Flüssen meiner Heimat oder im Urlaub Gas zu geben und die Arm-, Schulter- und Rumpfkraft zu trainieren. Eine weitere Optimierung haben die Entwickler des Scubi Lite durch die Schenkelgurte geschaffen. Diese Riemen mit Polsterung, die an der Packtasche als Träger dienen, halten die Beine in angewinkelter Position. Das entspannt die Muskulatur und bietet dennoch den nötigen Widerhalt, um das Boot voranzutreiben. Zudem erleichtern die Gurte das Schultern des Bootes beim Umtragen und auf dem Weg vom und zum Wasser.

Fazit

Wer als Skilangläufer im Sommer Kajaken in seinen Trainingsplan einbauen will, der findet im neuen Nortik Scubi Lite das ideale Trainingsgerät. Leicht zu transportieren, schnell aufgebaut, wendig, kippstabil und trotzdem schnell, das sind die Charaktereigenschaften, die dem Scubi Lite eine uneingeschränkte Kaufempfehlung der Redaktion verschaffen. Etwas günstiger ist das Scubi 1 weiterhin erhältlich, jedoch ohne die durchdachten Weiterentwicklungen, die man am Scubi Lite findet.  

Fakten

Gewicht: 8,25 Kilogramm
Farbvarianten: blau und rot
Empf. Verkaufspreis: 999 Euro (Verdeck+Schürze: 149 Euro)
Weitere Infos: www.faltboot.de