Einflußfaktoren auf die Herzfrequenz-Reaktion

Gletschertraining © Swiss Ski/ Christian Flury

Das Herzkreislaufsystem reagiert nicht nur auf eine Beanspruchung des Organismus, sondern läßt sich auch von anderen Faktoren beeinflussen. Wenn diese nicht bekannt sind oder unbemerkt bleiben, können nicht die richtigen Schlüsse aus gemessenen Werten gezogen werden.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Einen großen Einfluß auf die Herzfrequenz übt ein schneller Klimawechsel aus. Bei heißen Temperaturen über 30°C, hoher Luftfeuchtigkeit und dazu vielleicht noch geringer Flüssigkeitsaufnahme steigt die Körpertemperatur um 2-3 °C. Um den Körper zu kühlen, muß das Herzkreislaufsystem mehr Arbeit aufwenden, folglich steigt die Herzfrequenz. Messungen ergaben einen Anstieg von 10-20 Schlägen/Minute.
Bei Wettkämpfen in anderen Klimazonen sollte man an die Akklimatisierung denken und einige Tage vorher anreisen! Auch bei der Planung der Trainingszeiten sollte man das Wetter und vor allem die Hitze berücksichtigen!

Höhenlage

Bei einem Wechsel auf Höhenlagen über 1700 Meter ü. NN steigt die Herzfrequenz sowohl in Ruhe als auch im belasteten Zustand an. Im Durchschnitt wurden Erhöhungen zwischen 10-20 Schlägen/Minute festgestellt. Nach vier Tagen kann man eine Anpassung des Herzkreislaufsystems erkennen und der Puls sinkt ab. Bei schlechtem Trainingszustand, hoher Trainingsbelastung oder einem sehr großem Höhenunterschied zum normalen Wohnort kann die Akklimatisierungszeit auch über eine Woche betragen.

Tagesrhytmus

Die Schwankungen der Herzfrequenz stehen in direktem Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme und der sportlichen Aktivität. Nach einer Hauptmahlzeit erhöht sich die Frequenz um bis zu 20 Schläge/Minute. Bei einer längeren Hungerperiode sinkt die Herzfrequenz.