Gjerdalen und Norgren gewinnen Kaiser Maximilian Lauf

Tord Asle Gjerdalen (NOR), Britta Johansson Norgren (SWE), (l-r) Sieger Kaiser Maximilian Lauf 2018 © Rauschendorfer/NordicFocus

Ein Katz- und Mausspiel im Damenrennen zwischen Britta Johansson Norgren und Masako Ishida sowie ein überraschender Ausreißversuch im Herrenrennen bestimmten das 60 Kilometer Klassik-Rennen beim Kaiser Maximilian Lauf. Insgesamt absolvierten mehr als 400 Teilnehmer die Rennen in klassischer Technik.

Spannendes Duell an der Spitze des Damenfeldes

Das dritte Rennen der Visma Ski Classics 2017/2018 und das erste Rennen der Visma Alp Trophy fand im österreichischen Seefeld statt, wo der Kaiser Maximilian Lauf über 60 Kilometer in klassischer Technik ausgetragen wurde. Die Bedingungen waren perfekt und die Athleten konnten sich bei strahlendem Sonnenschein auf einem anspruchsvollen Parcours austoben. Bei den Frauen brachen die Schwedin Britta Johansson Norgren und die Japanerin Masako Ishida gleich nach dem Startschuss aus und setzten ihr Hin und Her fast bis zum Schluss fort. Norgren hatte eine Lücke im Leutasch-Tal gerissen und Ishida wurde von der dreiköpfigen Verfolgergruppe mit Sara Lindborg, Karin Vikhagen Gjeitnes und Lina Korsgren eingeholt. Nachdem sie das Tal verlassen hatten, gelang es Ishida, Johansson Norgren in den langen Anstiegen dank mit Steigwachs versehener Ski wieder einzuholen. In der letzten Abfahrt ging die Schwedin allerdings wieder allein in Führung und verteidigte Position eins bis zur Ziellinie. Die letzte Abfahrt konnte Lindborg dann nutzen, um Ishida noch auf Rang drei zu verdrängen. „Es war mein Plan, von Anfang an Vollgas zu laufen“, erklärte die glückliche Siegerin Johansson Norgren. „Ich wusste, dass Ishida in den Anstiegen schnell sein wird, aber ich fühlte mich von Anfang an stark. Es war wirklich anspruchsvolles Laufen allein im Tal und als Ishida mich einholte, war ich mir nicht sicher, ob ich das Rennen gewinnen kann. Aber der letzte Teil des Kurses war perfekt für mich und ich hatte keine Probleme, den Sieg heute zu sichern.“ Jessica Wirth kam als beste Deutsche auf Rang 17 ins Ziel.

Ausreißversuch sorgt für Vorentscheidung

Bei den Herren kam es zu einem mitentscheidenden Ausreißversuch, als die Spitzengruppe das Leutasch-Tal erreichte. Vinjar Skogsholm und Andreas Holmberg entschieden sich für einen Angriff und entkamen aus dem Feld. Ihr Vorsprung wurde schnell größer und als sie die erste Steigung nach dem Tal erreichten, lag die Verfolgergruppe etwa 90 Sekunden hinter ihnen. Holmberg erkannte seine Chance und griff an, während Skogsholm mit dem hohen Tempo nicht mithalten konnte. Nur Tord Asle Gjerdalen und Ilya Chernousov waren stark genug, um dem einsamen Wolf in der Front hinterherzujagen. Erstere konnte Holmberg etwa drei Kilometer vor dem Ziel einholen. Der heutige „Visma-Skier of the Day“ Holmberg konnte Gjerdalen nicht folgen, aber zumindest Chernousov noch hinter sich lassen. „Mir gefiel es nicht, dass wir Holmberg und Skogsholm zu viel Spielraum gelassen haben“, räumte Gjerdalen nach dem Rennen ein. „Ich bin froh, dass Ilja mir bei unserem Versuch, Holmberg einzuholen, geholfen hat, aber ich war mir nicht sicher, ob wir es schaffen würden. Man weiß nie, wie sich der Gegner vorne fühlt, welche Skier er hat und was in seinem Kopf vor sich geht. Aber ich habe heute gewonnen und es fühlt sich toll an, wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen.“ Die beste deutsche Platzierung gelang Michael Kuisle auf einem sehr guten 38. Rang.

Die kompletten Ergebnislisten findet ihr hier: Ergebnisse Kaiser Maximilian Lauf Seefeld (Österreich)

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