Rollski-Wahl: Welcher Skiroller passt zu mir?

xc-ski.de Rollskitest 2018 © Felgenhauer / xc-ski.de

In unserem Skiroller-Test haben wir zahlreiche aktuelle Modelle der bekanntesten Hersteller unter die Lupe genommen. Doch wie findet ihr nun das für eure Zwecke passende Modell? Leistungsstand, Trainingshäufigkeit und Budget sind wichtige Entscheidungskriterien.

Nutzungszweck

Euer erster Schritt auf dem Weg zum passenden Skiroller muss sein, den Einsatzzweck genau zu definieren. Wollt ihr damit möglichst skiähnlich auf Asphalt trainieren, Rollski-Wettkämpfe bestreiten oder einfach nur Spaß auf unasphaltierten Wegen haben? Diese drei Grobeinteilungen haben keine Schnittmengen, es gibt also kein Modell, das für zwei oder gar drei der genannten Rubriken geeignet ist. Zur gezielten Vorbereitung auf den Winter eignen sich nur Modelle der „Trainingskategorien“. Wir haben bei unserem Test zwischen Allround-Trainingsrollern (für Klassik und Skating geeignet), Klassik-Trainingsrollern für Hobbyläufer, Klassik-Trainingsrollern für Rennläufer, Skating-Trainingsrollern für Hobbyläufer und Skating-Trainingsrollern für Rennläufer unterschieden. Rollski der Kategorie Wettkampfroller sind dagegen rein auf Geschwindigkeit ausgelegt. Sie eignen sich nur für Rollski-Rennen und absolutes Highspeed-Training. Das Einsatzgebiet von Crossrollern ist auf befestigte Wege mit nicht allzu großen Unebenheiten beschränkt. Sie können vor allem in Stadtparks oder auf gut verfestigten Schotterwegen ihre Vorteile ausspielen. Losen Schotter und Steine mögen sie dagegen nur bedingt. Skiähnliches Training ist auf ihnen nur mit Abstrichen möglich, für das Konditionstraining eignen sie sich aber durchaus.

Leistungsstand und Trainingshäufigkeit

Findet man sich in den Trainingskategorien wieder, da die möglichst skiähnliche Vorbereitung auf den Winter im Vordergrund stehen soll, dann beginnt nun die etwas schwierigere Einstufung anhand von Leistungsstand und Trainingshäufigkeit. Fangen wir mit der untersten Stufe an: Ihr seid Einsteiger im Skilanglauf und wollt nur gelegentlich (ein bis zweimal pro Woche) klassisch laufen und Skaten. Dann sind sicherlich die Modelle der Kategorie Training Allround die richtigen für euch. Dennoch gilt es, die Testergebnisse genau zu studieren, da es auch innerhalb dieser Kategorie deutliche Unterschiede gibt. Manche Roller sind schnell, viele eher klassiklastig. Die nächste Stufe sind Anfänger und Fortgeschrittene, die häufiger auf Skirollern trainieren wollen. Hierfür empfiehlt es sich, für jede Stilart einen eigenen Skiroller anzuschaffen (genau wie im Winter bei Langlaufski). Fündig wird man mit diesem Leistungsstand insbesondere in den Kategorien Training Skating Hobbyläufer und Training Klassik Hobbyläufer. Die zum Großteil verwendeten steiferen Alu-Holme und breiteren Räder geben euch mehr Standsicherheit und vereinfachen so das Training. Wer dagegen fast täglich auf Skirollern unterwegs ist, sich auf Skimarathons oder andere Langlaufrennen vorbereitet, der sollte sich in den Kategorien Training Skating Rennläufer und Training Klassik Rennläufer umsehen. Hier ist die Skiähnlichkeit dank flexiblen Holmen und speziellen Rädern am höchsten. Das setzt aber ein gutes Gleichgewicht und gute Koordination voraus.

Wie viel wollt/könnt ihr ausgeben?

Für viele steht die Preisfrage bereits am Anfang des Entscheidungsprozesses. Will man aber auf Nummer sicher gehen, dass das gewählte Modell auch wirklich den eigenen Ansprüchen genügt, sollte sie erst am Schluss erfolgen. Liegt der entsprechende Skiroller dann außerhalb des eigenen Budgets, muss man Abstriche machen. Dies kann entweder beim Bewertungsergebnis erfolgen (nicht den Testsieger, sondern eventuell den Preis-Leistungssieger oder ein anderes Modell wählen) oder sogar durch einen Wechsel der Kategorie (von Rennläufer zu Hobbyläufer). Die Skiroller der Hobbyläufer-Kategorien sind aufgrund des Alu-Holms nämlich meist deutlich günstiger, als die Modelle der Rennläufer Kategorien mit Flex-Holm. Dann kann die Entscheidung endgültig fallen und ihr dreht schon bald eure Runden auf eurem neuen ganz persönlichen Top-Modell.

Hier geht es zum Skiroller-Test Special: Skiroller-Test 2018 Und nachfolgend findet ihr noch zwei Artikel, die sich um das Tuning/die Pflege sowie das zusätzlich zum Skirollern benötigte Equipment drehen.

3 Kommentare

  1. Christoph BALLE

    Hallo,

    Vielen Dank für Euren Skiroller Testbericht!
    Es wäre schön wenn Ihr bei den Daten der jeweiligen Modelle auch die Länge der Roller (z.B. Abstand Vorderachse – Hinterachse) angeben würdet.

    Danke + Gruss,
    hantel-otto

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  2. Christian Sachs

    Danke für den neuen Skirollertest. Ich brauche auch wieder einen neuen classic Skiroller. Wieso wurde von den neuen ComfortskateS Skiroller keiner getestet?
    Beste Grüße Christian

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    1. Mario Felgenhauer

      Eine Teilnahme des Herstellers war nach dem letzten Test nicht mehr gewünscht.
      Schöne Grüße
      Mario

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