Stockvergleich: Faltstock vs. Einteiler - xc-ski.de Langlauf

Stockvergleich: Faltstock vs. Einteiler

Leki Vertical K © Felgenhauer / xc-run.de

Stocklauf, Skigang und Schrittsprünge zählen in der schneefreien Zeit zu den wichtigsten Trainingseinheiten eines Skilangläufers. Wir haben zwei passende Stockarten miteinander verglichen, um herauszufinden, ob Faltstöcke oder einteilige Modelle besser geeignet sind.   

Leki Vertical K gegen Leki Micro Trail Pro

Trailrunner lieben faltbare Stöcke aufgrund ihres geringen Packmaßes. Aber eignen sich diese auch für das Training eines Skilangläufers? Um das herauszufinden, haben wir den Leki Micro Trail Pro und den Leki Vertical K im direkten Vergleich gegeneinander antreten lassen. Der Micro Trail Pro ist der aktuelle Top-Stock von Leki für Trailrunner. Bei einer Länge von 120 Zentimetern wiegt er gerade einmal 195 Gramm. Er ist in drei Segmente teilbar, besteht aber aus vier Teilen. Die Länge des Packmaßes beträgt 38 Zentimeter. Als Griff kommt der Trigger Shark 2.0 zum Einsatz, der von Leki auch bei den Top-Langlaufstöcken verwendet wird. So ist schnelles Aus- und Einklicken der Schlaufe möglich. Als Spitze dient die Trail Tip mit abgestumpfter Metallspitze. „Konkurrent“ Vertical K ist ähnlich ausgestattet. Griff und Schlaufe sind identisch. Am unteren Ende wurde jedoch die Nordic Walking Speed Tip verbaut, deren Spitze der von Skirollerspitzen ähnelt. Mit ihr findet man auch auf festem Untergrund guten Halt. Den größten Unterschied findet man allerdings beim Rohrmaterial. Während beim Micro Trail Pro „normales“ Carbon zum Einsatz kommt, wird beim Vertical K das höherwertige und leichtere HM Carbon verwendet. Das schlägt sich (neben dem größten Faktor Steckhülsen beim Faltstock) auf das Gewicht nieder. Der Vertical K wiegt gerade einmal 140 Gramm bei 120 Zentimetern Länge. Preislich trennen die beiden Modelle lediglich 20 Euro (Vertical K: 129,95 Euro; Micro Trail Pro: 149,95 Euro)

Leki Micro Trail Pro © Felgenhauer / xc-run.de

Laufeinheiten

Bei Stockläufen und längeren Bergtouren werden die Stöcke eher als Stützhilfe oder zur Simulation des klassischen Bewegungsablaufs genutzt. Die Krafteinwirkung durch die Arme und den Körper auf den Stock ist eher im normalen Bereich. Beim Stockeinsatz ist deshalb kein allzu großer Unterschied zwischen dem steiferen Material des Vertical K und der etwas weicheren Bauweise des Micro Trail Pro zu spüren. Werden die Stöcke jedoch auf längeren Abschnitten eines Laufs beziehungsweise einer Tour nicht benötigt, kann der Faltstock seinen großen Vorteil ausspielen. Innerhalb weniger Sekunden ist er auseinandergebaut und liegt so gut in der Hand oder verschwindet im Rucksack. Den einteiligen Stock nimmt man am besten im Schwerpunkt und führt ihn so ohne Stockeinsatz in der Bewegung mit. 

Sprungeinheiten

Deutlich stärkere Kräfte wirken bei Schrittsprüngen auf die Stöcke. Hierbei werden sie förmlich in den Boden gerammt und ein deutlich größerer Teil des Körpergewichts lastet auf dem Stock. Nun kann der Vertical K glänzen. Er gibt dank seinem extrem steifen Rohr nicht nach, lässt sich kaum durchbiegen und erhöht somit die Kraftübertragung. Da kann der Micro Trail Pro nicht ganz mithalten, auch wenn man ihm immer noch gute Werte bescheinigen muss. Auf dem Rückweg zum Start des Schrittsprungintervalls macht ein Falten der Stöcke aufgrund der kurzen Distanz keinen Sinn, der Vorteil des Micro Trail Pro entfällt somit.

Fazit

Es kommt ganz auf das Haupteinsatzgebiet und die persönlichen Vorlieben an, welche Stockart besser für das Sommertraining geeignet ist. Absolviert man eher Trailruns mit längeren Abschnitten, auf denen die Stöcke nicht zum Einsatz kommen, und mag man es eher etwas weicher beim Stockeinsatz, um die Gelenke zu schonen, dann ist ein Faltstock (zum Beispiel der Micro Trail Pro aus unserem Vergleich) der richtige Stock. Stehen dagegen eher Schrittsprung- und Skigangeinheiten im Vordergrund, bei denen es insbesondere auf die Kraftübertragung ankommt, dann kann ein steifer einteiliger Stock seine Vorteile ausspielen.

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